Die Mastochsen
Nicole Stadelmann erzählt vom Geschäft der St.Galler Metzger, die ihre Tiere im fürstäbtischen Umland überwintern.
Mastochsen von städtischen Metzgern verbrachten die Winter in Ställen klösterlicher Untertanen in St. Georgen und Tablat.
Um den Fleischbedarf der Stadtbevölkerung zu decken, waren St. Galler Rindermetzger zur regelmässigen Schlachtung und zur Vorratshaltung von Tieren verpflichtet.
Die Metzger mussten deshalb Tiere überwintern. Ihr Vieh stellten sie gegen ein Entgelt auch in Ställen von Viehbauern im nahen Umland ein, wo sie mit Heu gefüttert wurden.
Jedes Frühjahr vor dem Weidgang kontrollierte die Obrigkeit, ob ihre Metzger einen genügend grossen Vorrat an Mastochsen besassen. Die Listen sind bis heute erhalten.
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